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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2019

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e. V.

Die Para

Die Para Sportler*innen des Jahres auf der Bühne nach der Preissverleihung. Auf der Zielgeraden des Jahres 2019 haben die Para Leichtathleten zugeschlagen: Erst krönten sich Irmgard Bensusan und Johannes Floors bei der WM in Dubai jeweils zu Doppel‐Weltmeistern, jetzt haben sie auch bei der Wahl der Para Sportler des Jahres 2019 triumphiert. Der Titel der Mannschaft des Jahres geht an die Goalball Herren, die sich bei der Heim‐EM in Rostock ihren großen Traum erfüllten und historisches Gold gewannen. Die Trophäe des Para Nachwuchssportlers geht an Schwimmer Taliso Engel, der Ehrenpreis an die Aktion Mensch. Ausgezeichnet wurden die Preisträger vor 400 geladenen Gästen in der Düsseldorfer Rheinterrasse. Zahlreiche Medaillen bei Welt‐ und Europameisterschaften, Weltrekorde, ein EM‐Titel in der Heimat und Paralympics‐ Qualifikationen – 2019 stand der Para Sport auch ohne Paralympische Spiele häufig im Fokus. »Mehr und mehr bekommt der Para Sport auch in den Jahren zwischen den Paralympischen Spielen die Aufmerksamkeit, die ihm zusteht«, betonte DBS‐Präsident Friedhelm Julius Beucher. Entsprechend hatten die neun Mitglieder der Expertenjury und die Öffentlichkeit beim Online‐Voting die Qual der Wahl, sich angesichts der Vielzahl an Top‐Leistungen auf ihre Favoriten festzulegen. Ins Endergebnis flossen wieder gleichermaßen die Resultate des Expertengremiums und der Öffentlichkeit. Neben Ruhm und Ehre gab es für die Geehrten auch Prämien – ein zusätzlicher Lohn für die herausragenden Leistungen. PARA SPORTLERIN Irmgard Bensusan (28, TSV Bayer 04 Leverkusen, Para Leichtathletik) Bei den Para Sportlerinnen setzte sich Irmgard Bensusan durch, die nach dreimal Silber bei den Paralympics 2016 sowie Gold und Silber bei der WM 2017 diesmal Doppel‐Weltmeisterin über 100 und 200 Meter wurde. Es war das erfolgreichste Jahr ihrer Karriere. Die siebenfache Paralympics‐Siegerin Anna Schaffelhuber landete auf Rang zwei. Dritte wurde Clara PARA SPORTLER DES JAHRES 2019I Sprintkönige rasen zum nächsten Erfolg Irmgard Bensusan, Johannes Floors, die Goalball Herren und Nachwuchstalent Taliso Engel schnappen sich die Titel – Der DBS-Ehrenpreis geht in diesem Jahr an die ›Aktion Mensch‹ Klug mit Guide Martin Härtl, die im Biathlon dreimal Gold und im Langlauf zweimal Silber gewannen. Die Plätze vier und fünf gingen an Vorjahressiegerin Andrea Eskau (Para Radsport & Para Ski nordisch) und Verena Schott (Para Schwimmen). PARA SPORTLER Johannes Floors (24, TSV Bayer 04 Leverkusen, Para Leichtathletik) Blade Runner, Sprint‐König, schnellster Mann der Welt auf Prothesen: Johannes Floors sorgte mit seinen Leistungen bei der Para Leichtathletik‐WM für Aufsehen und Schlagzeilen gleichermaßen. Jeweils mit neuem Weltrekord kürte sich Floors in Dubai zum Doppel‐Weltmeister. Über 100 Meter lief er schneller, als je ein Prothesensprinter vor ihm – und auch über 400 Meter gelang ein fulminanter WM‐Abschluss. Groß war der Jubel auch bei Para Radsportler Vico Merklein und Vorjahressieger Martin Fleig (Para Ski nordisch) auf den Plätzen zwei und drei. Zudem schafften es die Para Leichtathleten Léon Schäfer und Markus Rehm unter die Top Fünf. PARA MANNSCHAFT Goalball Herren (Michael Feistle, Stefan Hawranke, Oliver Hörauf, Felix Rogge, Thomas Steiger, Reno Tiede) Das Märchen wurde wahr, der Traum ging in Erfüllung: Deutschlands Goalballer sind bei der Heim‐EM in Rostock erstmals in der Geschichte Europameister geworden. Auf Platz zwei folgten Katrin Seibert und Jan‐Niklas Pott (Para Badminton) vor Natascha Hiltrop, Elke Seeliger und Bernhard Fendt (Para Sportschießen). PARA NACHWUCHSSPORTLER Taliso Engel (17, TSV Bayer 04 Leverkusen, Para Schwimmen) Er sorgte für die große Überraschung bei der Para Schwimm‐WM: Mit einem fulminanten Schlussspurt zog Taliso Engel der Konkurrenz über 100 Meter Brust auf und davon und holte im Londoner Aquatics Centre sensationell die Goldmedaille. Die Plätze zwei und drei gingen an Para Biathletin Johanna Recktenwald und Para Radsportler Maximilian Jäger. DBS-EHRENPREIS Aktion Mensch Der DBS‐Ehrenpreis ging in diesem Jahr an die Aktion Mensch. Die Organisation wurde nicht nur für ihre langjährige Partnerschaft mit dem DBS, sondern auch für ihr außergewöhnliches Engagement für Inklusion und Teilhabe im Sport ausgezeichnet. Quelle: DBS Foto: Ralf Kuckuck/DBS 6 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2019

KURZ + BÜNDIG SPORT VOR ORT Inklusionstag der Akademie der Polizei Anwärter*innen erhalten erste Einblicke in die Rollstuhl(sport)welt DRS-Referent Peter Richarz (hinten 2. v. r.) demonstriert den angehenden Polizist*innen den Umgang mit dem Rollstuhl. n Bereits zum wiederholten Mal besuchte ein Referententeam des DRS gemeinsam mit dem HSV die Polizei Akademie Hamburg, um 80 angehenden Polizist*innen einen ersten Einblick in die Rollstuhl(sport)welt zu geben und den DRS‐Slogan ›Gemeinsam was ins Rollen bringen!‹ mit Leben zu füllen. Die häufigste Frage der Anwärter*innen »Was geht noch?« und nicht »Was geht nicht mehr?« wurde in EigenERFAHRUN‐ GEN beantwortet. Bei einem einführenden Rollstuhltraining unter der fachkundigen Anleitung von Ali Ahmadi (Foto), HSV Trainer der BG Baskets Hamburg, und Peter Richarz, Trainer der deutschen U23‐Nationalmannschaft im Rollstuhlbasketball, lernten die jungen Polizeibeamt*innen Mobilitätsaspekte kennen und erfuhren, wie versierte Rollstuhlnutzer ihre Selbständigkeit leben und wie Polizist*innen im Alltag Rollstuhlnutzer*innen professionell unterstützen könnten. Spätestens mit dem abschließenden gemeinsamen Basketballspiel und den professionellen Spielzügen von Trainer Ali Ahmadi wurde allen klar, wieviel Dynamik, Leidenschaft und intensives Training Rollstuhlbasketball erfordert. So ging ein lebhafter und sehr lehrreicher Aktionstag wieder viel zu schnell zu Ende. Bernhard Hoffmann/DRS Fotos: Bernhard Hoffmann Foto: Gudrun Köberle Der Schnellfahrnachwuchs zeigte bei einem 100m-Rennen beim Berliner ISTAF inmitten der Besten der Leichtathletik sein Können. Schnellfahr- Demo beim Berliner ISTAF n Angefeuert von mehr als 40.000 Zuschauern zeigten die jungen Schnellfahrer beim ISTAF im Berliner Olympiastadion in einem gemischten Rennen ihr Können. Eine absolute Werbung für den Rollstuhlsport von jungen Botschaftern und Vorbildern. Seit Jahren ist das gemischte Rollstuhlrennen ein fester Bestandteil im Zeitplan der Veranstaltung. Für die jungen Sportler*innen ist es ein Privileg, inmitten von Olympiasiegern und Weltmeistern starten zu dürfen. Jannes Günther, erfolgreicher Teilnehmer an der Junioren WM, fuhr dabei als erster über die Ziellinie. Gudrun Köberle Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2019 7

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