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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2018

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

und Gruppendynamik wurde

und Gruppendynamik wurde vor allem an dem großen Ziel, der Transalp 2019, und einem passenden Namen für uns getüftelt. Und wir haben uns folgende Strecke als Ziel gesteckt: Beginnend in Scharnitz geht es durch das Karwendel und über das Tuxer Joch. Von dort aus über den Brenner Grenzkamm und den Jaufenpass runter nach Meran und vorbei am Molvenosee zum phänomenalem Ziel, dem Gardasee. Von nun an ein konkretes Bild der Transalp vor Augen zu haben und nicht länger eine vage Vision, rückt unser großes Ziel ein bedeutendes Stück näher. Statt dem eher informativen Titel ›Team Inklusive Transalp‹ trägt das Projekt von jetzt an den pfiffigen Namen ›Rol It – Radeln ohne Limits Inklusive Transalp‹. Neben einem Filmteam, dass uns bei step 2 einen Tag begleitete, haben uns auch noch Hanna Moser und Nici Supletzky einen Besuch abgestattet. Es war toll, einigen der Projektinitiatior*nnen aus der Alpenvereinszentrale einmal danke zu sagen, ohne die es unser Team schließlich nicht gäbe. Ein weiteres Treffen ist dann Anfang Dezember im Kaunertal geplant. Ziel wird hier sein, die Arbeitsaufträge abzugleichen und weitere Schritte zu planen. Außerdem soll ein gemeinsamer Skitag weiter zu einem guten Teamspirit beitragen. Und im Frühjahr 2019 geht es dann noch mal zu einem letzten Check auf die Ferienweise und für September 2019 ist schließlich die zehntägige Alpenüberquerung angesetzt. Andrea Szabadi Heine Teamübungen beim ersten Treffen auf der ›Ferienwiese‹. FECHT-WELTCUP IN TIFLISI Schmidt glänzt mit Bronze Sylvi Tauber erreicht Platz fünf bei der Weltcup-Premiere in der georgischen Haupstadt Mehr als 130 Athleten aus 20 Länder kreuzten beim ersten IWAS‐Wheelchair Fencing World Cup in Tiflis (Georgien) die Klingen. Der Weltcup war zugleich der Start der Rollstuhlfechter in die Qualifikation für die Paralympics Tokyo 2020. Highlight aus deutscher Sicht war der Gewinn der Bronzemedaille im Herrendegenwettbewerb der Kategorie A durch Maurice Schmidt (SV Böblingen). Dabei lief es zunächst gar nicht optimal für den jungen Fechter. In der Vorrunde unterlag er gleich drei Mal seinen Gegnern – wenn auch nur knapp – und landete damit im Ranking für die Direktausscheidung bloß im Mittelfeld. Im erster KO‐Gefecht rang Schmidt zunächst Damien Tokatlian (FRA), einen der erfahrensten Fechter im Teilnehmerfeld, mit 15:8 nieder. Nach weiteren Siegen gegen Norbert Calka (POL), Sechster der Europameisterschaften 2018 in Terni (15:11), und gegen den EM‐Dritten Mikhail Karpov (RUS, 15:14) zog der Württemberger in das Finale der besten Acht ein. Betti Matteo (ITA), Florett‐Spezialist und Florett‐Vize‐Weltmeister, konnte dem deutschen Degenspezialisten nicht viel entgegen setzen und unterlag mit 8:15. Mit diesem Sieg zog Schmidt ins Semifinale ein. Gegen den Degen‐Weltmeister Maxim Shaburov (RUS), der 2018 bereits die U23‐WM und die EM im Degen gewann, verlor Schmidt mit 7:15 und gewann Bronze. Im Säbelwettbewerb absolvierte Maurice Schmidt eine glänzende Vorrunde und belohnte sich mit der Qualifikation für die Direktausscheidung und Platz 2 auf der Setzrangliste sowie einem Freilos im 64‐KO. Nach einem Arbeitssieg gegen Rafal Ziomek (POL) traf Schmidt im Kampf um den Einzug unter Foto: Ira Ziegler 20 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2018

FACHBEREICHE Sylvi Tauber (l.) im Gefecht (Direktausscheidung Säbel Kat. B) gegen die Chinesin Tan Shumei, das sie mit 15:11 gewinnen konnte. die letzten 8 auf Romain Noble (FRA) und verlor knapp mit 13:15. Für ihn bedeutete das Platz 9. Ein besonderer Augenmerk lag in Tiflis auf dem Wettbewerb der Damen in der Kategorie B. Georgiens ›First Lady‹ im Rollstuhl‐Fechten, Weltmeisterin Irma Khetsuriani, erfüllte mit Gold im Säbel beim Heimweltcup die Erwartungen ihrer Landsleute. Der Rostockerin Sylvi Tauber, einzige deutsche Starterin in dieser Kategorie, gelang ein passabler Auftakt im Florett. Sie qualifizierte sich für die Direktausscheidung, unterlag dort allerdings im ersten Gefecht gegen die Russin Viktoria Boykova. Am Ende platzierte sich Tauber auf Rang 12. Im Degen am Folgetag fand sie nicht recht in den Wettkampf und scheiterte bereits am Einzug in die Direktausscheidung. Mehr als Platz 19 war nicht drin. Voller Kampfgeist ging Tauber an ihrem letzten Wettkampftag mit ihrer Hauptwaffe dem Säbel auf die Bahn. Sie wollte es nun wissen. Nach einer super Vorrunde startete die Athletin aus Mecklenburg‐ Vorpommern in die Direktausscheidung und erhielt an Position 2 gesetzt zunächst ein Freilos. Im Durchgang der letzten 16 setzte sie sich zunächst gegen Tan Shumei (CHN) mit 15:11 durch, ehe sie im Viertelfinale auf Anastasiya Kastsiuchkova (BLR) traf. Beide Fechterinnen kennen sich gut und so wechselte die Führung hin und her. Das taktische Gefecht forderte nicht nur die körperliche sondern vor allem die geistige Fitness. Unter guter Anleitung des Cheftrainers und Säbelspezialisten Alexander Bondar gelang es Tauber immer wieder, sich eine kleine Führung zu erobern. Am Ende war es jedoch die Chinesin, die mit 15:13 ins Halbfinale einzog. Tauber blieb somit ohne Medaille und wird in der Endabrechnung Fünfte. Im Herrensäbel der Kat. B warteten unter anderem der amtierende Amerika‐ Meister Pierre Mainville (Kanada) und der amtierende Europameister Adrian Castro auf die Herausforderer aus Deutschland. Während Balwinder Cheema die Qualifikation für Tokyo 2020 fest im Visier hatte, ging es für Tim Widmaier (SV Böblingen) in Tiflis um eine Standortbestimmung. Widmaier erwischte eine extrem schwere Vorrunde und kam trotz eines Sieges nicht über die Vorrunde hinaus, er rangierte am Ende auf Rang 27. Auch Cheema hatte nur einen Sieg, durch einen besseren Trefferquotienten erreichte er dennoch die 32er Direktausscheidung. Gegen den sehr erfahrener Franzosen Yannick Ifebe verlor Cheema mit 9:15 und wurde 21. Auch im Herrendegen Kat. B konnte sich Cheema für die Direktausscheidung qualifizieren. Dort war jedoch gegen Anton Datsko (UKR) Schluss für den Rostocker. Er wurde am Ende 20., Widmaier kam auf Rang 29. Florettspezialist Julius Haupt kämpfte sich mit zwei Siegen in der Vorrunde in die Direktausscheidung und erhielt für den ersten Durchgang ein Freilos. In der 32er Direktausscheidung unterlag er Li Hao (CHN) mit 7:15 und wurde am Ende 27. Bronzemedaillengewinner Maurice Schmidt (2. v. r.) bei der Siegerehrung im Herren Degen Kat. A, eingerahmt vom Briten Gillivier (Gold) und den beiden Russen Shaburov (Silber) und Fedyaev (Bronze). So ähnlich verlief das Turnier für den Weimarer auch im Säbel: Gute Vorrunde, Freilos im ersten Durchgang der Direktausscheidung, aber dann den amtierenden Weltmeister und Paralymics‐Sieger Andrej Demchuk (UKR) vor der Waffe. Eine gute Lehrstunde, aber leider kein Sieg und am Ende Platz 27. Traditionell bilden die Teamwettbewerbe den Abschluss eine Weltcups im Rollstuhlfechten. Aus deutscher Sicht stand dieser nicht unter einem guten Stern. Gleich im ersten Gefecht mussten die deutschen Degen‐Herren gegen die favorisierten Fechter aus dem Irak ran. Weder kampflos noch unerwartet zogen die Iraker in das Viertelfinale ein. In den Platzierungswettkämpfen unterlag das deutsche Team zunächst Großbritannien, ehe gegen Griechenland ein knapper Sieg gelang. Nach der Aufgabe des japanischen Teams wurde die deutsche Mannschaft 13. Ira Ziegler Foto: Alexander Bondar Fan werden www.facebook.com / rollstuhlsport Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2018 21

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