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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2017

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhlsportverbandes

2018WBWC.DE V om 16. bis

2018WBWC.DE V om 16. bis 26. August 2018 indet die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft in Hamburg statt – erstmals in Deutschland überhaupt. Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), spricht im Interview über Hamburg als Para-Sport- Stadt, das Dilemma zwischen Lust und Plicht und ob er die Spielerinnen in der Umkleide besuchen wird. ZA-DONK! Rollstuhl-Basketball Weltmeisterschaft 2018 in Hamburg – woran denken Sie spontan? FJB: Wir bekommen eines der weltweit größten Turniere, die es im Para-Sport gibt, nach Deutschland – und das wird im kommenden Jahr neben den Winter-Paralympics in Pyeongchang und der Para- Leichtathletik-EM in Berlin eines der drei großen Behindertensportevents aus deutscher Sicht. Sie sprechen es schon an: Zeitgleich zur Rollstuhlbasketball-WM ist die Para-Leichtathletik-EM in Berlin. Schadet das den Veranstaltungen – oder sind das optimale Voraussetzungen für einen Para-Super- Sommer? FJB: Das birgt Chancen und Risiken zugleich. Das Risiko ist, dass sich die Para- Sport-Szene in Deutschland aufteilt, dass die Para-Sport-Enthusiasten, die es hierzulande ja durchaus gibt, sich entscheiden müssen, wo sie hingehen. Die Chance besteht darin, dass das Doppelereignis im Sommer in einer bisher nicht dagewesenen Form auf den attraktiven Para-Sport aufmerksam macht. Meine Woche wird so aussehen, dass ich im Dauerverkehr zwischen Hamburg und Berlin täglich pendeln werde. Kennen Sie Jennie, Amber, Hiro und Tom? FJB: Nein. Das sind die vier Manga-Helden, quasi die vier Maskottchen der WM. FJB: Dann habe ich die doch schon gesehen. Ich inde diesen Manga-Style hervorragend und bin ein Fan davon, wenn neue Bewegungen in der Kommunikation aufgegriffen werden, um über soziale Netzwerke Interesse zu generieren. Ich habe »HAMBURG IST EIN HERVORRAGENDES SPORTPFLASTER« sogar einen ZADONK-Aukleber auf meinem Wagen, aber der ist insofern schlecht geraten, weil sich die Farben kaum vom Auto abheben. Deshalb bekomme ich jetzt einen mit weißem Hintergrund zugeschickt. Haben Sie selbst schon mal Rollstuhlbasketball gespielt? FJB: Vereinzelt bei Einweihungen oder Trainingsgelegenheiten. Diese Kombination aus der Vorwärtsbewegung durch den Reifenschub und dem Dribbling ist koordinativ so anspruchsvoll, dass ich den Ball meistens auf dem Schoß spazieren gefahren habe. Das hat dafür gesorgt, dass mein Respekt für die Leistung der Athletinnen und Athleten bis ins Unermessliche gestiegen ist. Wie ist beim Basketball Ihre Treffsicherheit zu Fuß und im Rollstuhl? FJB: Ich würde sagen zwischen einem von vier und zwei von fünf – wobei das erstgenannte die Treffer sind. Ob zu Fuß oder im Rollstuhl, das ist nahezu identisch. Was waren ihre besonderen Momente mit dem Rollstuhlbasketball? 2012 im Damen-Endspiel in London musste ich in meiner Rolle als Präsident die Halle leider vorzeitig verlassen und habe mich dann über Handy und anschließend im Deutschen Haus über den Fernseher auf dem Laufenden gehalten. Wir haben hohen Besuch erwartet, aber als die Mädels dann mit ihren Goldmedaillen im Haus angekommen sind – das ist für viele noch unvergesslich – habe ich sie mit einer Sektschwemme empfangen. Ist das nicht ärgerlich, wenn man so ein Endspiel vorzeitig verlassen muss? FJB: Es gibt immer die Entscheidung zwischen Plicht und Lust – und die muss meist zugunsten der Plicht ausfallen. Witzig war dann, dass die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft das Spiel in der Halle zu Ende geguckt hat und wir auf sie warten mussten. Aber da waren alle maßlos begeistert, da ist mir die Damen-Nationalmannschaft in besonderem Maße ans Herz gewachsen, da entstand eine emotionale Bindung. Höhepunkt war dann, dass das heilige Kabinen-Verbot ein Jahr später bei der Rollstuhlbasketball-EM in Frankfurt für mich wie selbstverständlich aufgehoben wurde. Fotos: FB RBB, Privat 24 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2017

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