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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2017

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Spezialausgabe mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendsport

SPORT VOR ORT

SPORT VOR ORT ROLLSTUHLBASKETBALLI Internationales TryOut in Köln Großer Spaß für alle Beteiligten ■ Auch in seiner dritten Aulage war das internationale Try-Out Camp für Kinder und Jugendliche ein großer Erfolg und hat allen Beteiligten großen Spaß bereitet. Knapp 20 Kinder und Jugendliche bekamen nach der Begrüßung die Möglichkeit in kleinen Spielen ihren Leistungsstand zu zeigen. In der Folge wurden durch die beiden Coaches Frederic Jäntsch und Patrick Richter eine erste Einteilung in Gruppen vorgenommen. Besonders erfreulich war dabei, dass viele neue Gesichter aus dem Kölner Raum am Start waren. Verstärkt wurde das Coach-Team durch den Kölner Headcoach Mathew Foden, der eigens für das Try-Out Camp in Köln war und zahlreiche Tipps geben konnte. Im weiteren Verlauf wurden die Übungen zunehmend anspruchsvoller und die Kids hatten bis zur Mittagspause schon ein ordentliches Pensum abgelegt. Nach der kleinen Verschnaufpause ging es dann auch schon schnell weiter. Auf dem Stundenplan standen nun weitere Spielformen bei denen die taktischen Elemente im Vordergrund waren. Am Ende durfte natürlich das Spiel gegen die Coaches nicht fehlen. Aufgefüllt mit ein paar Spielern der 99ers aus den Ligateams, traten die Kids an und hatten einen Riesenspaß, die Rolli-Prois am scoren zu hindern. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Kindern, Coaches, Volunteers und natürlich den Eltern, die ihre Kids zum Try-Out Camp begleitet haben. Eine vierte Aulage wird es mit Sicherheit geben und wir freuen uns schon jetzt auf eure rege Teilnahme! Sedat Özbicerler, Köln 99ers Wir sagen Danke Ein herzliches Dankeschön an die Coaches, an Sedat Özbicerler und sein Organisationsteam sowie unsere Partner Telelex und Ottobock. Jutta Retzer, Kom. 4 im FB RBB SCHWALBE-WORKSHOP Wheelies mit dem Weltstar AARON FOTHERINGHAM ZEIGTE SEINE TRICKSI Mit 20 aktiven Teilnehmern und zahlreichen Zuschauern war der Schwalbe-Workshop für Rollstuhlfahrer im Wheelpark Wiehl (Nordrhein-Westfalen) ein voller Erfolg. Mit großer Begeisterung trainierten Rollstuhlfahrer im Alter zwischen vier und 50 Jahren mit den deutschen Proi-Sportlern David Lebuser und Lisa Schmidt sowie dem internationalen Star der Szene, Aaron Fotheringham aus Las Vegas. Fotheringham legte großen Wert auf die Basistechnik, wie auf den Hinterreifen fahren (›Wheelie‹) und kleinere Sprünge meistern. »Das hilft im Alltag die Angst vor Hindernissen abzubauen«, sagte der 26-jährige Extremsportler, der durch den Nitro Circus und seinen doppelten Backlip von der Riesenrampe bei der Eröffnung der Paralympics 2016 weltbekannt wurde. Schwalbe veranstaltete den Workshop gemeinsam mit der Stadt Wiehl Anfang August im nagelneuen Skatepark. Der Fahrradreifenhersteller, dessen weltweite Logistikzentrale im nahe gelegenen Reichshof-Wehnrath beheimatet ist, stellt seit mehr als 30 Jahren auch Rollstuhlreifen her und engagiert sich seit 2003 aktiv im Rollstuhlsport. Schwalbe- Rollstuhlreifen werden gezielt mit und für Rollstuhlfahrer entwickelt und sind im Fahrradfachhandel erhältlich. Video-Tipp https://www.youtube.com/watch?v=BPlwxdDNRXg Aaron Fotheringham (i.) und David Lebuser in Aktion Fotos: Schwalbe 38 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2017

SPORT VOR ORT Fotos: Privat ›Rollstuhlsport macht Schule‹ SCHULPROJEKT IN DER EVANGELISCHEN BERUFS-I SCHULE FÜR PFLEGE IN HAMBURGI ■ Mit dem Projekt ›Rollstuhlsport macht Schule‹ besuchten die Referenten des BG Klinikums Hamburg die Evangelische Berufsschule für Plege. Gemeinsam mit 63 interessierten TeilnehmerInnen gestalteten sie einen Tag zum Thema Rollstuhlsport. Die PlegeschülerInnen absolvieren eine Ausbildung in der Altenplege in der Schule des Rauhen Hauses und schließen zur Zeit ihr erstes Ausbildungsjahr erfolgreich ab. Sie zeigten sich sehr aufgeschlossen und motiviert und lernten die Mobilität im Rollstuhl von einer für sie neuen, sportlichen Seite kennen. Ziel bei diesen Projekttagen ist unter anderem der Abbau von Hemmschwellen gegenüber Menschen mit Behinderung und die Sensibilisierung für ein inklusives Sporttreiben. Nach den ersten Minuten im Sportrollstuhl und einem kleinen Spiel zum ›warm werden‹ mit dem Sportgerät waren Zurückhaltung und Vorsicht vergessen. Es wurden rasante Wettrennen gefahren, Parcours bewältigt und Experimente im Rollstuhl gemacht. Es wechselten sich Praxiseinheiten und Theorieeinheiten ab. Peter Richarz, Referent und Mitarbeiter im BG Klinikum Hamburg, gab unter anderem wertvolle Tipps für den berulichen Alltag. Weiterhin gab er wichtige Hinweise zur gemeinsamen Bewältigung der alltäglichen Herausforderungen von Rollstuhlnutzer und Assistent. Eine hohe Lebensqualität und Selbstbestimmung entwickelt sich im alltäglichen Prozess: »unterstützen ja, jedoch stets drauf achten, den Rollifahrern ihre Aufgaben nicht unnötig abzunehmen.« Dazu gab er beispielhaft Erläuterungen zu der richtigen Technik zur Überwindung eines Bordsteins und wie die PlegeschülerInnen Rollstuhlfahrer bei dieser Barriere aktiv unterstützen können. Zum Abschluss wurden noch Bälle gedribbelt, einander zugepasst und jeder konnte offen gebliebene Fragen stellen. Es wurde vor nichts Halt gemacht und alles gesagt und gefragt, was man schon immer mal loswerden oder wissen wollte. Am Ende war es ein rundum gelungener Projekttag. Vanessa Habel (DRS Praktikantin) DOSB-PROJEKTI Weitere Stellen für Menschen mit Behinderungen Sport-Inklusionsmanager/ innen für den gemeinnützigen Sport ■ Menschen mit Behinderungen in hauptberuliche Positionen in Sportverbänden und -vereinen zu bringen und die Inklusion weiterzuentwickeln, das sind die Hauptziele des Projektes ›Qualiiziert für die Praxis – Inklusionsmanager/innen für den gemeinnützigen Sport‹ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln der Ausgleichsabgabe. Für jeweils zwei Jahre werden mehr als 20 hauptberuliche Stellen als Sport-Inklusionsmanager/innen in Sportverbänden und Sportvereinen geschaffen, die von Menschen mit Schwerbehinderung besetzt werden. Elf Sport-Inklusionsmanager/innen sind bereits tätig. Sie arbeiten bundesweit in verschiedenen Sportorganisationen für mehr Inklusion im und durch Sport. Jetzt startet die zweite Phase des Projektes mit der Ausschreibung zur Bewerbung für die Sportorganisationen für weitere zehn Stellen, die zum 1. Juli 2018 besetzt werden sollen. Das Projekt soll neben der Umsetzung der Inklusion im Sport auch die Teilhabe im Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen verbessern. Die behinderten Arbeitnehmer/innen sollen im Themenfeld Inklusion aktiv sein und werden zusätzlich durch Qualiikationsangebote innerhalb des Sports weitergebildet. Zusätzlich sind sie Teilnehmende und wichtige Experten/innen in den beiden Lizenz-Fortbildungsmodulen zum Thema Inklusion, die innerhalb des Projektes im DOSB erarbeitet werden. Zum Projektstart in die zweite Phase hat der DOSB seine Mitgliedsorganisationen angeschrieben und Sportverbände und Sportvereine zur Bewerbung aufgefordert. Vor Weihnachten werden die zehn beteiligten Vereine oder Verbände feststehen, die dann die Stellen für die Sport-Inklusionsmanager/innen zum 1. Juli 2018 ausschreiben können. Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2017 39

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