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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017

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Verbandsmagazin des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e.V.

LEISTUNGSSPORTI

LEISTUNGSSPORTI Top-Team- Kader des DBS Winter Para Ski alpin Georg Kreiter (RSV Murnau) Thomas Nolte (MTV Braunschweig ) Foto: Ralf Kuckuck/DBS Para Ski nordisch Andrea Eskau (USC Magdeburg) Martin Fleig (RdK Freiburg) Clara Klug (PSV München) Anja Wicker (MTV Stuttgart) Sommer Para Judo Carmen Brussig (PSV Schwerin) Ramona Brussig (PSV Schwerin) Nikolai Kornhaß (Gundelfinger Turnerschaft) Para Leichathletik Sebastian Dietz (BSG Bad Oeynhausen) Frances Herrmann (BPRSV Cottbus) Katrin Müller-Rottgardt (TV Wattenscheid) Daniel Scheil (BVS Weiden) Niko Kappel (VfL Sindelfingen) Martina Willing (BPRSV Cottbus) Para Radsport Hans-Peter Durst (RuMC 1925 Sturm Hombruch Dortmund) Jana Majunke (BPRSV Cottbus) Vico Merklein (GC Nendorf) Kai-Kristian Kruse (Schweriner SC) Reiten Alina Rosenberg (BPRSV Cottbus) Hannelore Brenner (Reitgut Hofgut Petersau) Elke Philipp (RuFV Chiemgau Nord) Para Schwimmen Elena Krawzow (PSC Berlin) Torben Schmidtke (SC Potsdam) Para Sportschießen Natascha Hiltrop (SV Lengers) Para Tischtennis Valentin Baus (Borussia Düsseldorf) Thomas Brüchle (SV S. Kornwestheim) Stephanie Grebe (Borussia Düsseldorf) Sandra Mikolaschek (Bor. Düsseldorf) Para Fechten Simone Briese-Baetke (TuS Makkabi Rostock) TOP TEAMI Professionelle Vorbereitung auf die Paralympics 31 Athletinnen und Athleten gehören dem Top Team für die Paralympics in PyeongChang 2018 und Tokio 2020 an ■ Eine intensive und professionelle Vorbereitung ist notwendig, um bei den Paralympischen Spielen um Medaillen kämpfen zu können. Das erfordert neben dem Beruf einerseits genügend Freiräume für Training und Wettkämpfe sowie andererseits ein Stück weit inanzielle Unabhängigkeit. 31 Athletinnen und Athleten aus zehn Individualsportarten hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) derzeit in sein Top Team berufen, die von den verbesserten Bedingungen auf ihrem Weg zu den Spielen in Pyeong- Chang 2018 oder Tokio 2020 proitieren sollen. Sechs davon sind Wintersportler, neu hinzugekommen sind 25 Sommersportler – darunter auch die amtierenden Paralympics-Sieger Sebastian Dietz, Niko Kappel, Daniel Scheil, Hans-Peter Durst, Vico Merklein, Andrea Eskau und Anja Wicker. Grundvoraussetzung ist, dass die Mitglieder des Top Teams zu den aussichtsreichsten deutschen Medaillenanwärterinnen und Medaillenanwärtern für die kommenden Paralympics gehören. Deshalb geht mit der Zugehörigkeit zu diesem Kader eine exklusive Form der Förderung einher. Für die Sportlerinnen und Sportler bedeutet dies eine Zahlung von 500 Euro pro Monat sowie eine mögliche berufsbezogene Unterstützung von bis zu 1000 Euro monatlich. Zuletzt errangen bei den Winterspielen in Sotschi vier Athletinnen aus dem Top Team 12 von insgesamt 15 Medaillen, bei den Paralympics in Rio waren es 36 von 57 Medaillen. »Diese Erfolge zeigen, dass wir mit dem bewährten Konzept auf dem richtigen Weg sind. Diese zusätzliche Förderung trägt enorm dazu bei, dass sich der deutsche Behindertensport auf Weltniveau behaupten kann«, betont DBS-Sportdirektor Frank-Thomas Hartleb. Möglich wird die Finanzierung des Top Teams durch die Allianz Deutschland AG, die Deutsche Telekom AG, die Sparkassen-Finanzgruppe sowie durch die Toyota Deutschland GmbH – und somit durch alle Nationalen Förderer des Deutschen Behindertensportverbandes. »Dank der Unterstützung unserer Partner können wir die Rahmenbedingungen für unsere paralympischen Medaillenaspiranten deutlich verbessern und sorgen so für eine möglichst optimale und zielorientierte Vorbereitung«, sagt Hartleb. Kevin Müller 8 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017

SPORT VOR ORT DEUTSCHER BEHINDERTENSPORTVERBAND Promis unterstützen DBS-Projekt ›MIA‹ DIE MEHRFACHE PARALYMPICSSIEGERINI VERENA BENTELE UND WEITSPRUNG-EUROPAMEISTERI CHRISTIAN REIF SIND ›MIA‹-BOTSCHAFTERI Prominente Unterstützung für ›MIA‹: Die mehrfache Paralympicssiegerin und heutige Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, sowie Christian Reif, Weitsprung-Europameister von 2010, werden Botschafter für das Projekt ›Mehr Inklusion für Alle‹ (MIA) des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). Kern des Projekts ist die Analyse und Beratung von bundesweit zehn verschiedenen Modellregionen hinsichtlich der Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen im Sport. Die Fördermittel für das dreijährige Projekt mit einem Gesamtvolumen von 600.000 Euro kommen von der Aktion Mensch Stiftung. Für Verena Bentele ist es sowohl aufgrund ihrer sportlichen Vergangenheit als paralympische Athletin als auch aufgrund ihres Amtes ein wichtiges Anliegen, das Projekt zu unterstützen: »In meiner Funktion als Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen engagiere ich mich jeden Tag für mehr Inklusion und verbesserte Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen. Inklusion bedeutet, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten in unserer Gesellschaft haben und dass ein selbstverständliches Miteinander Normalität ist«, betont Bentele und fügt hinzu: »Das Projekt MIA wird dazu beitragen, dass Inklusion in den zehn Modellregionen im Alltag erlebbar wird und dass Barrieren in den Köpfen über gemeinsames Sporttreiben abgebaut werden. Deswegen unterstütze ich das Projekt sehr gerne.« Auch der ehemalige Sportler Christian Reif, Weitsprung-Europameister 2010 und Olympia-Teilnehmer 2012, wird das Projekt als Botschafter begleiten. Reif lieferte sich 2014 bei den Deutschen Meisterschaften der Nichtbehinderten sowie beim Internationalen Stadionfest Berlin (ISTAF) packende Duelle mit Markus Rehm und war ein Befürworter des Vergleichs mit dem unterschenkelamputierten Weitspringer. »Ich habe bei meinen Verena Bentele spannenden Wettkämpfen mit Markus selbst erlebt, zu welchen herausragenden Leistungen Spitzensportler mit Behinderung fähig sind. Davor habe ich größten Respekt. Diese Duelle und Begegnungen haben mich nachhaltig geprägt. Und gerade der Breitensport bietet große Chancen für mehr Teilhabe und schafft Begegnungen von unterschiedlichen Menschen beim gemeinsamen Sporttreiben. Genau solche Begegnungen sind für mich unverzichtbar und werden in Zukunft hoffentlich selbstverständlich – auch durch das Projekt MIA.« Der DBS ist als zuständiger Spitzenverband im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für Breiten-, Reha- und Leistungssport von Menschen mit Behinderung zuständig und setzt sich seit über 65 Jahren für eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Mit der Projektdurchführung sollen Netzwerke aus örtlichen Strukturen auf- und ausgebaut und Erfahrungen gesammelt werden, welche Rahmenbedingungen die angestrebte uneingeschränkte Teilhabe ermöglichen und welche Faktoren sie hemmen. Marketa Marzoli Christian Reif Fotos: Henning Schacht, Privat Fan werden www.facebook.com / rollstuhlsport Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017 9

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