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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017

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Verbandsmagazin des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e.V.

FACHBEREICHE Im

FACHBEREICHE Im Viertelfinale scheiterte das deutsche Team – hier mit Nico Dreimüller (l.) – gegen Australien knapp mit 66:69. Marcel Gerber beim Abschluss gegen zwei Kanadier. U23-WELTMEISTERSCHAFTI Versöhnlicher N ach der dramatischen Viertelinal-Niederlage gegen Australien hat sich die deutsche U23-Rollstuhlbasketball- Nationalmannschaft den 5. Platz bei der Weltmeisterschaft erkämpft. Im Platzierungsspiel gegen Gastgeber Kanada überzeugte das als Titelverteidiger angetretene Team mit einem 76:68-Erfolg. Bester Werfer war Leon Ole Schöneberg mit insgesamt 28 Punkten, womit er außerdem zum ›Player of the Match‹ gekürt wurde. Erneut erwischten die jungen DRS- Korbjäger den besseren Start in die Partie und konnten nach ausgeglichenen ersten vier Minuten sich sukzessive von den Kanadiern absetzen, bis hin zu einer 24:11- Führung, die in der Schlussminute von den Gastgebern noch verkürzt werden konnte. Im zweiten Viertel setzte die Truppe nahtlos an diese Leistung an, nutzte konsequent ihre Größenvorteile und führte bis drei Minuten vor der Halbzeit mit 39:26. Bis zur Halbzeit punkteten dann allerdings nur noch die Kanadier. Mit einem Abschluss 5. Platz für deutsche Junioren nach Sieg gegen Kanada 7:0-Lauf konnte die Mannschaft von Trainer Darrell Nordell das Spiel enger gestalten, als es den Deutschen lieb war. Im dritten Viertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Besonders Matthias Günther sorgte in dieser Phase des Spiels dafür, dass die deutsche Mannschaft immer die Führung behalten konnte. Kanada hielt mit seinen beiden Topscorern Ben Moronchuk und Liam Hickey allerdings stark dagegen, sodass das Viertel ausgeglichen endete. Im Schlussabschnitt zeigte sich die deutsche Mannschaft abgeklärt und ließ Kanada nie mehr als fünf Punkte herankommen. Schönebergs Zwei-Punkte-Wurf eine Minute vor Schluss sorgte für eine Vorentscheidung. Von der Freiwurlinie behielt dann besonders Oliver Jantz die Nerven. Nico Dreimüller überzeugte mit einem Double-Double aus 15 Punkten und 11 Assists. Bundestrainer Peter Richarz meinte zum Spiel: »Das Ergebnis des Spiels war ein versöhnlicher Abschluss. Insgesamt überwiegt aber die Enttäuschung über die Niederlage im Viertelinale gegen Australien. Auch gegen Kanada zeigte das Team zwei unterschiedliche Gesichter. Jedoch waren die Jungs sehr motiviert heute noch einmal alles rauszuhauen.« Zum Auftakt der WM schlug die Auswahl von Headcoach Peter Richarz im ersten Spiel der Gruppe B Außenseiter Südafrika deutlich mit 89:24. »Ein leichter, 22 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017

Fotos: Matthew Murnaghan/Wheelchair Basketball Canada, IWBF einfach Auftakt für unser Team. Die Südafrikaner waren nicht in der Lage, uns zu fordern. Das hat uns die Möglichkeit eröffnet, mit allen Line-Ups spielen zu können,« fasste Peter Richarz das Spiel nach der Schlusssirene zusammen. Im zweiten Spiel der Gruppe B gelang gegen den Titelaspiranten USA ein souveräner 75:51-Erfolg, bei dem vor allem eine starke Defensivleistung den Ausschlag gab. Erstmals Federn lassen muste das deutsche Team Teamspirit (l.) und ein Wurfversuch von Matthias Güntner (r.) im Spiel gegen Japan. Fotos: Christiane Renner (2) U23-Kader Alexander Budde (2000) 3.5 Hannover United II Nico Dreimüller (1997) 2.0 RSV Lahn Dill Patrick Dorner (1998) 3.5 Sabres Ulm Marcel Gerber (1996) 2.5 ASV Bonn Matthias Güntner (1998) 4.5 Rhine River Rhinos Der Topscorer im deutschen Team, Leon Ole Schöneberg (r.) hat hier gegen den Franzosen das Nachsehen. im dritten Gruppenspiel gegen Großbritannien. Nach 40 Minuten musste man sich mit 49:60 geschlagen geben. »Das war über 35 Minuten ein richtig geiles Spiel von uns. Schade, dass wir uns am Ende nicht belohnen konnten. Wir haben es den Briten mit unserer aggressiven Verteidigung sehr schwer gemacht, aber leider nicht den Lohn für unsere Arbeit bekommen«, fand Peter Richarz trotz der Niederlage lobende Worte. Keine 24 Stunden nach der schmerzlichen Niederlage meldete sich die deutsche U23-Auswahl mit einer starken Teamleistung gegen Titelaspirant Frankreich zurück. In einem wahren Schlusskrimi behielt die Auswahl von Peter Richarz einen kühlen Kopf und gewann mit 66:63. Im Schlussspurt der Gruppenphase bezwang Team Germany Japan, den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe B, mit 72:58 und qualiizierte sich souverän für das Viertel- inale. Dort war allerdings Endstation für die jungen Rollstuhlbasketballer. Den Traum vom erklärten Ziel Halbinale machte Gegner Australien zunichte. Nach einem intensiven Spiel auf dem Court des Mattamy Athletic Centers setzte sich das Team aus Down Under am Ende knapp mit 69:66 durch. Weltmeister wurde Großbritannien durch einen 54:43-Erfolg über die Türkei. Im Spiel um Platz drei sicherte sich Australien mit 71:66 gegen Japan die Bronzemedaille. Am Ende des Turnier gab Headcoach Peter Richarz einen Ausblick in die Zukunft: »Altersbedingt verlassen fünf Spieler die Juniorennationalmannschaft, sodass ab dem nächsten Jahr eine neue Mannschaft formiert werden muss. Diesen Spielern wünschen wir für die sportliche Zukunft viel Erfolg bei ihren neuen Herausforderungen. Mein besonderer Dank gilt allen Spielern, dem Staff und den mitgereisten Eltern für ihr außergewöhnliches Engagement.« Tanja Feddersen/g.p. Christopher Huber (1995 1.0 RSV Lahn Dill Oliver Jantz (1998) 2.0 Hannover United Lukas Jung (1995) 1.0 Rhine River Rhinos Marvin Malsy (1997) 3.0 RSB Thuringia Bulls Urs Rechsteiner (1999) 2.0 Sabres Ulm Leon Ole Schöneberg (1996) 4.5 RSKV Tübingen Dominik Vogt (1996) 2.5 Rolling Chocolate Heidelberg Peter Richarz, Headcoach Benjamin Ryklin, Co-Trainer Dr. Petra Michel-Leutheuser, Ärztin Jutta Retzer, Betreuerin Günther Mayer, Teammanager Uwe Geiselmann, Physiotherapeut Wolfgang Böhme, Techniker Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017 23

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