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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017

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Verbandsmagazin des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e.V.

MENSCHEN Foto: Boris

MENSCHEN Foto: Boris Baur Denis Schmitz (2. v. l.) wurde vor Nils Klems (l.) und Joachim Seifert ›Sportler des Jahres‹. Olympiasieger Jonas Reckermann (r.) führte locker durch die Veranstaltung. SPORTLEREHRUNG DES KSB UNNA: Große Ehre für Denis Schmitz Die Premiere ist gelungen. Die erste Sportgala des Kreissportbund Unna (KSB) erhielt in der Stadthalle Unna von allen Seiten nur Lob. Mit Denis Schmitz gewann ein Athlet aus Bönen bei den Männern. Sportlerin des Jahres wurde Leichtathletin Julia Ritter aus Oberaden. Die Mannschaftswertung ging an das Radpolo-Duo des SSV Kamen. Der KSB hatte mithilfe von Sponsoren und der Politik eine prunkvolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Die feierlich geschmückte Stadthalle bot dazu ein stilvolles Ambiente. »Das war eine tolle Geschichte. Das haben sich die Sportler verdient«, lobte nicht nur Landrat Michael Makiolla das Event. »Wir haben tolle Sportler gesehen und tolle Showacts. Ich habe mich sehr wohl gefühlt«, schloss sich beispielsweise Jonas Reckermann an. Der Beachvolleyball-Olympiasieger von London 2012 führte locker durch die Gala, interviewte die Nominierten im kurzen Gespräch, wobei er sich als sehr eloquent, gut vorbereitet und humorvoll erwies. Ihm zur Seite stand Gerd Kolbe, der Erinder des Public Viewing, der den Part mit den Politikern und Sponsoren aus der Wirtschaft übernahm, der sich an manchen Stellen etwas zäh gestaltete. Sportgala ›Sportler des Jahres‹ im Kreis Unna – Prunkvoller Rahmen für Auszeichnungen Denis Schmitz stahl Reckermann zwischenzeitlich sogar die Show. Der Rennrollstuhlfahrer des RGS Bönen, der seit der Geburt eine Spastik in den Beinen und eine geistige Beeinträchtigung aufweist, plauschte locker auf Augenhöhe mit dem Olympiasieger und hatte die Lacher des Publikums auf seiner Seite. Er war für seine vielen deutschen Rekorde über 100, 200 und 400 m sowie den sechsten Platz bei den Paralympics ausgezeichnet worden. Wie er Rio fand, fragte Reckermann: »Einfach geil«, antwortete Schmitz wie aus der Pistole geschossen. Dann erklärte er, was er bei seinen Sprints im Rollstuhl zu beachten habe: »Ich muss mit dem Oberkörper vorne bleiben, weil sonst das Vorderrad hochkommt.« Und erzählte anschließend erfrischend über seine Auslüge zum Wasserski und zum Biski. Schon für seinen Auftritt hätte Schmitz den vom Borker Künstler Alfred Gockel extra für die Gala angefertigten ›UNion‹- Preis verdient gehabt. Die Trophäe, die den die Welt tragenden Atlas zeigt, auf dessen Schultern eine Scheibe mit Silhouetten verschiedener Sportarten ruht, verlieh ihm eine unabhängige Jury aber für seine sportliche Leistung. Die stuften die Richter höher ein als die von Nils Klems und Joachim Seifert. Klems ist Vize-Kapitän der Futsal Nationalmannschaft, belegte bei der Studenten-WM in Brasilien den sechsten Platz und gewann mit seinem Verein Holzpfosten Schwerte die westdeutsche Meisterschaft. Seifert vom SuS Oberaden war 2016 Deutscher Meister in der Altersklasse M55 mit dem Speer geworden, ist dort Rekordhalter und holte mit der Kugel DM-Silber. »Ich habe nicht damit gerechnet«, war Schmitz von seinem ersten Platz überrascht. Während er aufgerufen wurde, kamen ihm die Bilder von Rio wieder hoch, als er vor 40000 Zuschauern die 100 Meter absolvierte. Dass er mit Reckermann auf der Bühne stand, fand er einfach nur »schön«. Auszug aus einem Bericht von Boris Baur, Westfälischer Anzeiger 10 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017

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