Aufrufe
vor 2 Jahren

Sport + Mobilität mit Rollstuhl 05/2017

  • Text
  • Rollstuhl
  • Menschen
  • Hamburg
  • Deutschland
  • Spiel
  • Rollstuhlbasketball
  • Behinderung
  • Andrea
  • Spieler
  • Thuringia
Verbandsmagazin des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes e. V.

KURZ + BÜNDIG

KURZ + BÜNDIG SOZIALRECHT! Übungsleiter: ›angestellt‹ oder selbständig tätig? Ein wichtiges Urteil für Sportvereine und Honorarkräfte ■ Das LSG Niedersachsen-Bremen hat mit Urteil vom 01.02.2017 (L 2 R 139/16) entschieden, dass – abhängig von den Einzelheiten im konkreten Fall – Übungsleiter im Rehasport (im konkreten Fall Yogaund Pilateslehrer) selbstständig tätig sein können. Für den entschiedenen Fall hat das LSG die Selbstständigkeit bestätigt. Im zugrunde liegenden Fall waren von Seiten des klagenden Vereins lediglich Einzelheiten des äußeren Ablaufs der Lehrtätigkeit vorgegeben worden. »Der Verein«, so führt das Gericht in der Begründung aus, »hat für jeweils einen Zeitabschnitt ein Kursangebot mit zeitlichen Vorgaben hinsichtlich der (…) wöchentlichen Übungszeiten ausgearbeitet und den in Betracht kommenden Honorarkräften mitgeteilt. Diese konnten sich dann für die Übernahme einzelner dieser Kurse entscheiden (wobei die tatsächliche Durchführung der Kurse jeweils von einer ausreichenden Zahl angemeldeter Teilnehmer abhing). Soweit sich bedingt durch Urlaub oder Krankheit eines Übungsleiters die Notwendigkeit einer Vertretung ergab, erfolgte jeweils eine gesonderte Absprache zwischen dem Verein und der Vertretungskraft.« Es oblagen nach den Ermittlungen des Gerichts den Lehrern keine weiteren Arbeitsplichten gegenüber dem Verein. Konkrete inhaltliche Vorgaben für die Lehrtätigkeit habe der Verein den Übungsleitern nicht gemacht. Der Verein war damit im Ergebnis entgegen der Auffassung der Rentenversicherung nicht verplichtet, für die entsprechenden Lehrer Sozialversicherungsabgaben zu entrichten. Die Bescheide, mit denen selbige nachgefordert wurden, wurden seitens des Gerichts aufgehoben. Das könnte teuer werden Sozialversicherungspflicht bei ›angestellten‹ Sportlern beachten ■ Das SG Stade hat mit Urteil vom 08.11.2016 (S 1 KR 167/13) entschieden, dass Sportler, die sich vertraglich verplichten – typischerweise gegen ein monatliches Entgelt – für ihren Verein Sport auszuüben und insbesondere an allen Spielen und Lehrgängen, sowie regelmäßig am Training, teilzunehmen, zu diesem Verein in einem Beschäftigungsverhältnis im Sinne des SGB IV stehen. DRS-Rechtsberatung Das DRS-Rechtsberatungsteam (Kontaktdaten s. S. 37) mit den Rechtsanwälten Jörg Albers (Berlin) Christian Au (Buxtehude), Jochen Link (Villingen-Schwenningen) und Thomas Reiche (Düren) bieten DRS-Mitgliedern eine kostenlose Erstberatung. Wichtiger Hinweis Für die mithin selbstständigen Übungsleiter birgt diese Konstellation allerdings ein wesentliches Risiko. Es kommt für sie eine eigenständige Versicherungsplicht in der Rentenversicherung gem. § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI in Betracht. Sofern die Rentenversicherung erst nachträglich auf derartige Vertragsverhältnisse aufmerksam wird, kann es zu erheblichen Beitragsnachforderungen gegenüber den selbstständigen Lehrern kommen. Sowohl Vereine als auch selbstständige Übungsleiter bzw. Lehrer sollten daher frühzeitig eine kompetente Beratung in Anspruch nehmen. Quelle: Christian Au Der Verein ist damit insbesondere verplichtet, für diese Sportler Sozialversicherungsabgaben abzuführen. Werden solche Beschäftigungsverhältnisse im Nachhinein, zum Beispiel anlässlich einer Betriebsprüfung, festgestellt, drohen den Vereinen in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeber immense Beitragsnachforderungen inkl. Säumniszuschlägen. Im Zweifelsfall ist es daher ratsam, seitens der Vereine von sich aus eine Betriebsprüfung oder, wenn es nur um einzelne Sportler geht, jeweils eine Statusfeststellung zu beantragen. Dabei wird sodann geklärt, ob sozialversicherungsplichtige Beschäftigungsverhältnisse bestehen und demnach durch den Verein laufende Sozialversicherungsabgaben abzuführen sind. Quelle: Christian Au Fan werden www.facebook.com / rollstuhlsport 6 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 05/2017

www.volkswagen-mobil.de Ich bin ich. Und das ist mein Volkswagen. Annika, 19 Jahre, BWL-Studentin, Volkswagen Kundin Volkswagen Fahrhilfen. Individualität in Serie. „Volkswagen unterstützt mich bei meinen Plänen – mit ausgereiften Modellen, modernen Fahrerassistenzsystemen und speziellen Fahrhilfen ab Werk, die exakt auf meine Bedürfnisse abgestimmt werden.“ Sichern auch Sie sich Individualität in Serie und zudem bis zu 15 % Nachlass. 1 Ihr Volkswagen Partner berät Sie gern. Kraftstoffverbrauch in l/100 km: 5,6–4,1 (kombiniert), CO 2-Emissionen in g/km: 130–106 (kombiniert). 1 Die Volkswagen AG gewährt Menschen mit Behinderung im Zeitraum 01.01. bis 31.12.2017 beim Kauf von nahezu allen fabrikneuen Fahrzeugen der Marke Volkswagen PKW einen Nachlass von 15 % auf den zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Listenpreis, inklusive Fahrhilfen. Voraussetzung: Grad der Behinderung mind. 50. Abbildung zeigt Sonderausstattung gegen Mehrpreis.

Noch mehr ›Sport und Mobilität mit Rollstuhl‹

Sport + Mobilität mit Rollstuhl 04/2019
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 03/2019
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 02/2019
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2019
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 11/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 10/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 08/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 06/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 05/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 04/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 03/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 02/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 11/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 10/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 06/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 05/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 04/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 03/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 02/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 05/2016

Ausgewählte DRS Artikel bei unseren Medienpartnern

Momo 03/2017: Einmal Rollstuhl fahren für alle
Barrierefrei 03/2017: Gemeinsam zum Korberfolg
Momo 12/2016: Mit dem Rollstuhl in den Schnee