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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 04/2019

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

TITEL Beim letzten

TITEL Beim letzten Spieltag der Deutschen Para-Eishockey-Liga präsentierte sich die Sportart nochmal von ihrer spektakulären Seite. Fotos: Privat, DPEL D der deutsche Meister der Saison 2018/19 heißt TuS Wiehl Penguins. Obwohl das Team aus dem oberbergischen Kreis schon vor dem abschließenden Doppelspietag in Berlin als Meister feststand, zeigten die Piguine eine konzentrierte Leistung und sicherten sich die volle Punktzahl aus den beiden Partien gegen die Weserstars Bremen (9:1) und die Angry Birds (7:6). Den Ice Lions aus Hannover blieb trotz der Erfolge gegen die Amngry Birds (7:0) und gegen die Weserstars (5:3) nur Platz zwei. Platz drei in der Abschlusstabelle belegen die Angry Birds, Spielgemeinschaft aus Berlin, Dresden und Dachau, vor den Westerstars Bremen. Wiehler Pinguine sind Meister Team aus NRW sammelte beim letzten DPEL-Spieltag in Berlin nochmal sechs Punkte ZUM ABSCHLUSS VIELE TORE 38 Tore und 24 Starfzeiten – in der Eissporthalle P09 in der Nähe des Berliner Olympistadion präsentierte sich Para‐Eishockey noch mal von seiner spektakulären Seite. Sehr viel Offensivgeist, sehr viel ›action‹ vor den Toren und auf dem Eis generell und zum Teil sehr sehenswerte Tore. Der sechste und letzte Spieltag der Deutschen Para‐Eishockey‐Liga steht damit stellvertretend für die ganze Saison. In den 24 Partien – jedes Team spielte vier Mal gegeneinader – fielen nicht weniger als 193 Tore. Topscorer der Saison wurde am Ende Ingo Kuhli‐Lauenstein vom Meister Wiehl (15 Tore/17 Assists/total 32) vor Jörg Wedde von den Hannover Ice Lions (20/10/30) und Sven Stumpe (TuS Wiehl, 17/11/28). Die Fairplay‐Wertung geht an die Westerstars Bremen (20 Strafminuten). 54 Strafminuten – und damit mehr als doppelt so viele – handelten sich die Kufencracks des TuS Wiehl ein. Auf den Plätzen folgen die Ice Lions (62) und die Angry Birds (69). Para‐Eishockey auf Vereinsebene macht jetzt Pause. Die neue Saison startet aller Voraussicht nach im September 2019. Para-Eishockey Deutsche Para-Eishockey-Liga 4. Spieltag, Spielort Dachau Angry Birds – Weserstars 11:1 Ice Lions – TuS Wiehl ESC 3:5 Weserstars – Ice Lions 0:5 Angry Birds – TuS Wiehl ESC 3:2 5. Spieltag, Spielort Wiehl Ice Lions – Weserstars 4:1 TuS Wiehl ESC – Angry Birds 12:1 Ice Lions – TuS Wiehl ESC 4:0 Weser Stars – Angry Birds 4:2 6. Spieltag, Spielort Berlin Angry Birds – Ice Lions 0:7 Weserstars – TuS Wiehl ESC 1:9 Ice Lions – Weserstars 5:3 Angry Birds – TuS Wiehl ESC 6:7 Abschlusstabelle 1. TuS Wiehl ES 30 74:27 2. ERC Hannover Ice Lions 24 56:29 3. Angry Birds 12 43:61 4. Weserstars Bremen 6 16:75 22 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 04/2019

SPORT VOR ORT DSC ARMINIA BIELEFELD BESONDERER SELBST- BEHAUPTUNGSKURS n Bei einem Selbstverteidigungs‐/Selbstbehauptungskurs der besonderen Art hatte die Abteilung Rollstuhlsport des DSC Arminia Bielefeld die Chance, mit Helmut Gensler zu lernen, wie man sich in unangenehmen bzw. bedrohlichen Situationen als Rollstuhlfahrer*in verhält. Helmut Gensler ist 66 Jahre alt und langjähriger Lehrer für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen und Behinderungen. Der Coburger ist darauf spezialisiert, Rollstuhlfahrer*innen die Selbstbehauptung und die Selbstverteidigung näher zu bringen. Zehn Teilnehmer waren daran interessiert, wie man Ängste und Sorgen im Alltag durch Körpersprache und mit deutlicher Wortwahl überwinden kann. Trainiert wurden geschicktes Abwehrverhalten durch den Einsatz des Rollstuhls sowie gezielte Arm‐ und Körperbewegungen. Dieses wurde weiter anhand von Rollenspielen und Gesprächen simuliert. »Zum Glück sind Diebstähle und Angriffe auf Rollstuhlfahrer selten, trotzdem sollte auch ein*e Rollstuhlfahrer*in auf so eine Situation vorbereitet sein«, so Helmut Gensler. | Kai Kramer Helmut Gensler (l.) vermittelte den Teilnehmer*innen des Selbstbehauptungs-/Selbstverteidigungskurses theoretisch und mit praktischen Übungen wie man sich in unangenehmen bzw. bedrohlichen Situationen als Rollstuhlfahrer*in verhält. Foto: Kai Kramer Foto: Maike Lobback/Nathalie Bonacker EINE BÜHNE FÜR DEN ROLLSTUHLBASKETBALL- NACHWUCHS Blau-Weiss-Buchholz Sieger beim Heiner-Rust-Masters n Das war ein großer Tag für den Kleinsten und seine Freunde von Blau‐Weiss Buchholz. Erst überreichte Gisbert Fuchs bei der Siegerehrung den riesigen Heiner‐Rust‐Master‐Wanderpokal an Tewes Hink. Dann gratulierten Nationalmannschaftskapitän Jan Haller und U22‐Nationalmannschaftskapitän Alexander Budde dem Zwölfjährigen und seinen Teamkameraden zum Gewinn des Jugendturniers. Sie klopften auch den Rollstuhlsportlern der anderen vier Teams aus Hannover, Langenhagen, Achim und Osnabrück auf die Schultern: Weiter so. Jung und Alt, Fußgänger und Rollis, Mädchen und Jungs: Alle spielen miteinander, kein Problem. Trotzdem fehlt etwas: Die Möglichkeit für den Nachwuchs, sich mit seinesgleichen zu messen. Darum hat die Heiner‐Rust‐Stiftung aus Hannover mit Unterstützung der Sparkassen in Niedersachsen aus Mitteln der Lotterie Sparen + Gewinnen im vergangenen Jahr erstmals das ›Heiner‐ Rust‐Masters‹ für niedersächsische Nachwuchs‐Rollis ausgerichtet. Das zweite Masters des auf drei Jahre angelegten und finanzierten Projekts zur Nachwuchsförderung im niedersächsischen Rollstuhlbasketball wartete mit fünf Mannschaften auf und mit »deutlich mehr Leben als im letzten Jahr«, wie Fuchs, Stellvertretender Vorsitzender der Stiftung, feststellte. Denn die Kids johlten, feuerten sich an und unterstützten die Spielerinnen und Spieler der anderen Teams – auch mit Talenten aus den eigenen Reihen, wenns mal zahlenmäßig auf dem Spielfeld eng wurde. Eine Stimmung wie bei einem Bundesligaspiel, fanden die Zuschauer. Vom Projekttag über eine AG rein ins Spielgeschehen: Das Masters ist zugleich die Möglichkeit für begabte Ballakteure, die bisher nur in der Schule Kontakt zum Rollstuhlbasketball gehabt haben, sich in einem Team zusammenzufinden. Auch das klappte super. »Ich kann mir gut vorstellen, weiterzumachen«, sagte Theo Ponnath (16) aus der IGS Linden in Hannover. Nach der zehnten Klasse werden keine AGs mehr angeboten. Aber dafür gibt es ja dann die Vereine. Und die Heiner‐Rust‐Stiftung. »Ich erhoffe mir, dass im nächsten Jahr sieben, acht Mannschaften beim Heiner‐ Rust‐Masters spielen«, sagte Fuchs. Und einen geheimen Wunsch hegt er zudem: »Ein eigener Ligabetrieb für die Talente wäre natürlich toll. Dafür muss alles getan werden.« Philipp Schaper/gp Sport + Mobilität mit Rollstuhl 04/2019 23

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