Aufrufe
vor 1 Jahr

Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2018

  • Text
  • Rollstuhl
  • Hamburg
  • Wetzlar
  • Deutschen
  • Rollstuhlbasketball
  • Topf
  • Berlin
  • Dreieich
  • Deutschland
  • Zweiten
Informationsschrift des Deutschen Rollstuhlsportverbandes

SPORT VOR ORT Foto:

SPORT VOR ORT Foto: Roller Bulls RSG SCHWARZACHI 10. Integratives Nikolausturnier Gemeinsamer Sporttag für Sportler mit und ohne Handicap ROLLSTUHLBASKETBALLI Thuringia Bulls stehen im Finale 87:43-Erfolg im DRS-Pokal gegen Roller Bulls St. Vith ■ Die Thuringia Bulls stehen im deutschen Final 4 und gingen mit einhundertprozentiger Planerfüllung ins Weihnachtsfest. Die Roller Bulls haben ihre Sonderstellung in Liga 2 nachgewiesen und den Zuschauern ein kurzweiliges Spiel geboten. Der Favorit aus der 1. Liga musste nicht um den Sieg bangen, aber immer auf der Hut sein. Die Zuschauer feuerten ihr Team immer wieder frenetisch an und puschten die Hausherren zu einer sehr guten Leistung. Auf Seiten des Tabellenführers hatte Coach Michael Engel mit dem ganzen Team rotiert und seinen gesamten Kader zu Punkten geführt. Mit Jake Williams (13 Punkte), Vahid Azad (24), Matt Scott (17) und Alex Halouski (17) punkteten gleich vier Spieler zweistellig. Der Gegner der Bulls bei der Pokalendrunde in Wetzlar steht bereits fest. Im Halbinale treffen die Thüringer im ewig jungen Duell auf den RSV Lahn-Dill. Michael Engel kann auf eine außergewöhnliche Halbserie zurückblicken. »Wir haben alle unsere Vorhaben umgesetzt und freuen uns schon heute auf die Rückrunde inklusive der internationalen Aufgaben«, so ein zufriedener Coach. Lutz Leßmann Im Dezember 2017 fand zum zehnten Mal das Nikolausturnier der Rollstuhlsportgruppe Schwarzach, einer Unterabteilung des VSV Straubing, statt. Grundgedanke dieses integrativen Rollstuhlhandball-Turniers ist, dass sich Sportler mit und ohne Körperbehinderung aus in Schwarzach ansässigen Vereinen sowie aus befreundeten Sportgruppen einmal im Jahr zu einem gemeinsamen Sporttag treffen. Zur Vorbereitung auf das Turnier können Sportgruppen am Training der Rolligruppe Schwarzach teilnehmen. Sie werden dort in grundlegende Rollstuhlfahrtechniken sowie in die Handballregeln und Spieltaktik eingewiesen. 2008 von Hannelore Freund und Herbert Winterl sowie Eltern der damaligen Kinder und Jugendlichen der Rollstuhlsportgruppe Schwarzach initiiert, entwickelte sich die Veranstaltung zu einer beliebten Tradition im Schwarzacher Sportjahr, zu der sich 2017 zehn Mannschaften anmeldeten. Natürlich geht es bei dieser Breitensportveranstaltung um einen sportlichen Vergleich in der Sportart Rollstuhlhandball, aber mindestens genauso wichtig sind an diesem Tag das jährliche Zusammentreffen in Schwarzach, das Plegen von Freundschaften, das Kennenlernen neuer Teilnehmer und der Spaß beim gemeinsamen Sport. Bei Pausen mit Kaffee und Kuchen oder auch etwas deftiger mit ›Leberkas‹, wird neue Energie gewonnen und Raum für Gespräche sowie regen Erfahrungsaustausch gegeben. PERSPEKTIVWECHSEL FÜR ›FUSSGÄNGER‹ Ist es doch an diesem Tag möglich, dass Fußgänger einmal die Perspektive wechseln und mit dem Rollstuhl unter- Foto: Frieda Steininger Spielszene mit Stefan Steininger (r.) im E-Rolli als Linienrichter im Einsatz 26 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2018

wegs sind. Gar nicht so einfach, den Rollstuhl anschieben, lenken, bremsen und dabei gleichzeitig den Ball fangen, auf die Teamkollegen achten sowie zu passen oder auf das Tor werfen! Da kommt es schon mal zu Ballverlusten, Überrollen von Linien oder gar zum ungeplanten ›Verlassen‹ des Rollis. Beim diesjährigen Jubiläumsturnier nahmen aus Schwarzach die Jungfeuerwehr, die Faustballer der DJK, der Badmintonverein, der Trachtenverein, der Ski- Club, der Kolpingverein sowie die gastgebende Rollstuhlsportgruppe teil. Hinzu kamen mit dem ASV Elisabethszell Fußball, dem Kanuteam Ostbayern sowie der SAG Inklusiver Rollstuhlsport Straubing noch drei befreundete Sportgruppen. In der Mittagspause stand anlässlich des Jubiläumstages erstmalig ein ›Prominenten-Rollstuhlhandball-Torwerfen‹ auf dem Programm, an dem sich die Schwarzacher Bürgermeister, der Pfarrer, Gemeinderäte sowie Vereinsvorstände beteiligten. Die 15 Teilnehmer wurden in drei Mannschaften eingeteilt. Unter lauten Anfeuerungsrufen des Publikums ermittelte man dann das Team mit den erfolgreichsten Werfern – für manchen Schwarzacher ›Prominenten‹ die erste Gelegenheit, Erfahrungen mit dem Sportgerät Rollstuhl zu sammeln. Als Moderator führte Klaus D. Herzog von den DRS-Rollikids gekonnt durch das Turnier. Des Weiteren wurde das Organisationsteam der Rolligruppe Schwarzach von den Schiedsrichtern Franz Handwerker und Otto Zagelmann sowie dem Linienrichter Stefan Steininger tatkräftig unterstützt. Am Nachmittag spielte man schließlich in der Finalrunde die Plätze aus. In einem äußerst spannenden Endspiel setzte sich die Rollstuhlsportgruppe Schwarzach wahrlich in letzter Sekunde gegen das Team der SAG Inklusiver Rollstuhlsport aus Straubing durch und erkämpfte sich den Gesamtsieg. Den dritten Platz belegten die Faustballer der DJK Schwarzach. Mit der Siegerehrung, bei der allen Teilnehmern eine Medaille und ein Schokoladennikolaus überreicht wurden, endete der erlebnisreiche Tag. Einige Mannschaften sagten bereits bei der Verabschiedung ihr Kommen für das traditionelle Nikolausturnier im Jahr 2018 zu. Tine Wilholm B S SACHSEN-ANHALTI Ehrung für erfolgreiche Leistungssportler und Partner 27 Medaillen und über 50 DM-Titel stehen zu Buche – ›BSSA-Preis‹ für langjährigen Förderer ■ Sachsen-Anhalts erfolgreichste Sportlerinnen und Sportler mit Handicap wurden für ihre erbrachten Leistungen bei internationalen Wettkämpfen und als Deutsche Meister im Sportjahr 2017 geehrt. Im Rahmen der traditionellen Sportlerehrung des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt (BSSA) wurden 34 Aktive ausgezeichnet. Bei Welt- und Europameisterschaften sowie Weltcups errangen Aktive des Verbandes 27 Medaillen und erzielten eine Vielzahl hervorragender Platzierungen in europäischen und Weltvergleichen. In der nationalen Bilanz konnten die Aktiven des BSSA in diesem Jahr mehr als 50 Deutsche Meistertitel verbuchen. Erfolgreichste Athletin des Verbandes war auch in diesem Jahr Andrea Eskau vom USC Magdeburg. Für ihre besonderen sportlichen Leistungen ehrte der BSSA Beate Moros-Lobenstein (VSB Magdeburg) und Tino Kolitscher (SV Halle/HRV Böllberg-Nelson) mit der Eintragung in das Ehrenbuch des Verbandes. Die Ehrung nahmen der Präsident des BSSA, Dr. Volkmar Stein und Dr. Joachim Zaage, stellvertretender Ärztlicher Direktor des BG Klinikums Bergmannstrost Halle – Ofizieller Förderer des Behindertenund Rehabilitationssports in Sachsen-Anhalt – sowie die Vizepräsidentin Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Katrin Kunert, vor. Seit 2015 vergibt der Behinderten- und BSSA auf Beschluss seines Präsidiums den ›BSSA-Preis‹ an langjährige Partner und Förderer des Verbandes. Für seine Verdienste in der Förderung des Behindertensports in Sachsen-Anhalt wurde der Preis 2017 im Rahmen der Leistungssportlerehrung an Uwe Strehlow, Geschäftsführer des mittelständischen Familienunternehmens Strehlow GmbH mit Hauptsitz in Magdeburg, verliehen. Die Ehrung nahm sein Sohn Christoph Strehlow entgegen. Foto: pandamedien, A. Lippstreu Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2018 27

Noch mehr "Sport und Mobilität"

Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2018
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 12/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 11/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 10/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 09/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 07/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 06/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 05/2017
Sport + Mobilität mit Rollstuhl 04/2017
Sport und Mobilität mit Rollstuhl 03/2017
Sport und Mobilität mit Rollstuhl 2/2017
Sport und Mobilität mit Rollstuhl 01/2017

Ausgewählte DRS Artikel bei unseren Medienpartnern

Momo 3/2017 - Alles was Kinder bewegt
Barrierefrei 03/2017 - Lifestyle und Mobilität für Menschen mit Handicap
Momo 12/2016
Barrierefrei 12/2016