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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2018

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhlsportverbandes

TITEL Hatte

TITEL Hatte mit den Schneeverhältnissen zu kämpfen: Anna Schaffelhuber (Archivbild 2017). E rfolgreicher Weltcup-Auftakt für die deutsche Nationalmannschaft im Para Ski alpin: Nach der wetterbedingten Absage der Wettkämpfe in St. Moritz feierten Anna-Lena Forster und Anna Schaffelhuber im österreichischen Kühtai jeweils einen Weltcup-Sieg im Slalom. Über Platzierungen auf dem Podium freuten sich auch Anna-Maria Rieder, Andrea Rothfuss sowie Noemi Ristau mit Guide Lucien Gerkau, die damit allesamt ebenso die Norm für die Paralympics-Teilnahme erfüllten. GELUNGENER AUFTAKT IM PARA SKI ALPIN Weltcup-Siege und erfüllte Paralympics-Normen Es waren keine leichten Verhältnisse in Kühtai. »Durch die großen Mengen Neuschnee mussten wir den Hang vereisen, um überhaupt starten zu können. Dadurch hatten wir brutal schwierige Bedingungen, das war Rettung in der Not«, sagt Bundestrainer Justus Wolf, der mit einigen Trainerkollegen selbst bei der Präparierung der Piste anpacken musste. Das sorgte für teils erhebliche Abstimmungsprobleme, nicht nur die fünffache Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber hatte mit den Verhältnissen zu kämpfen. Im Riesenslalom wurde die 24-jährige Monoskifahrerin Dritte und schied einmal aus. Besser klappte es im Slalom mit Platz zwei und einem Sieg zum Abschluss. Teamkollegin und Konkurrentin Anna- Lena Forster unterstrich ihre hervorragende Entwicklung. Die dreifache Medaillengewinnerin von Sotschi 2014 schaffte Rang zwei im Riesenslalom und einen Sieg sowie einen zweiten Platz im Slalom. Nur durch einen Fehler im zweiten Lauf verpasste Forster einen Doppelerfolg im Slalom und landete knapp hinter Schaffelhuber. »Im Slalom hat Anna-Lena derzeit die Nase leicht vorne. Die beiden pushen sich gegenseitig, das wird ein Kopf-an-Kopf- Rennen, ein richtig spannendes Duell. Auch im Riesenslalom hat Anna-Lena einen großen Sprung nach vorne gemacht«, lobt Justus Wolf. Viel Neuschnee sorgt für Abstimmungsprobleme Das deutsche Para Ski alpin-Team (Archivbild 2017) Fotos: Ralf Kuckuck/DBS 14 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2018

Foto: Ralf Kuckuck/DBS Ebenso erfreulich sind die Podestplatzierungen und damit die Paralympics-Normen von Noemi Ristau und Anna-Maria Rieder. Ristau erreichte mit ihrem Guide Lucien Gerkau in der Klasse der Sehbehinderten zweimal Rang zwei und einmal Rang drei. »Die beiden haben viel trainiert und große Fortschritte gemacht. Das stimmt uns sehr zufrieden«, berichtet Wolf. Auch die 17-jährige Anna-Maria Rieder hat im Slalom ihr Potenzial gezeigt und in der Klasse der Damen stehend zwei zweite Ränge herausgefahren. »Sie hat das richtig gut gemacht. Ohne Fehler ist Anna-Maria in dieser Disziplin immer für vordere Plätze gut«, sagt der Bundestrainer. Nicht zurecht kam im Slalom hingegen Andrea Rothfuss mit Rang vier und einem Aus im zweiten Durchgang. Besser lief es im Riesenslalom mit zwei zweiten Plätzen, jedoch war an der Abonnement-Siegerin Marie Bochet (Frankreich) kein Vorbeikommen. Zeigte sich in guter Form: Anna-Lena Forster (Archivbild 2017). Mono-Skifahrer noch nicht richtig in der Spur Bei den deutschen Monoskifahrern lief es hingegen nicht richtig rund. Die beste Platzierung gelang Georg Kreiter als Siebter im Riesenslalom, allerdings hatte der 32-Jährige mit den Bedingungen zu kämpfen und war zudem erkrankt. Ein ordentliches Comeback nach fast zweijähriger Ausfallzeit feierte Thomas Nolte als Neunter im Slalom. »Er benötigt noch weitere Praxis in den Rennen, hat aber schon angedeutet, was er kann. Thomas ist in einer Joker-Position, man sollte ihn keinesfalls abschreiben«, so Wolf. Erstmals Weltcup-Luft schnupperte Björn Behnke. Der 19- Jährige behauptete sich bei seiner Premiere in der starken Klasse der Herren sitzend mit einem zehnten Platz im Slalom und hatte im zweiten Rennen nach dem ersten Lauf sogar auf Rang sechs gelegen, ehe er im zweiten Durchgang ausschied. »Im Slalom war Björn gut unterwegs. Das stimmt für die Zukunft optimistisch, dass auch bei den Männern langfristig mal wieder jemand nachkommt«, sagt der Bundestrainer. Nach der Pause über Weihnachten und Silvester geht es im neuen Jahr mit Vollgas weiter Richtung Paralympics in PyeongChang. Im Januar folgen nach einem Lehrgang zwei weitere Weltcups in Veysonnaz (Schweiz) und Tignes (Frankreich). Quelle: www.dbs-npc.de SPORT VOR ORTI Hannover United gewinnt das erste ›Heiner-Rust-Masters‹ »Wundervoller Einstieg in unser Projekt ›Förderung des Nachwuchs-Rollstuhlbasketballs in Niedersachsen‹« ■ Erstmalig hatte am 13. Januar die Heiner-Rust-Stiftung ein Nachwuchsturnier im Rollstuhlbasketball für niedersächsische Vereine ausgerichtet. Die Teams von Blau-Weiss Buchholz, Hannover United und RSG Langenhagen kämpften leidenschaftlich, und das Spielverständnis wuchs mit jeder Partie. »Diese jungen Teams haben mit ihrer großen Motivation einen tollen Rollstuhlbasketball-Sport gezeigt. Es war eine Freude, das große Engagement aller Spielerinnen und Spieler im Mannschaftsgefüge zu beobachten«, erklärte ein zufriedener Herbert Michels, Vorsitzender der Heiner-Rust-Stiftung, nach dem Turnier. Michels konnte mit Kerstin Peters vom Sparkassenverband Niedersachsen, BSN-Geschäftsführer Hannes Hellmann und BSN-Landestrainer Martin Kluck tolle Spiele sehen und vielversprechende Talente beobachten. Bei der Siegerehrung wirkten gemeinsam mit Kerstin Peters und Herbert Michels auch die United-Nationalspieler Jan Sadler und Phillip Schorp sowie Daniel Halewat von der Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH –Technik-und Servicepartner des Turniers – mit. Alle Spielerinnen und Spieler erhielten einen kleinen Erinnerungspokal, Eintrittskarten für die Weltmeisterschaft 2018 im Rollstuhlbasketball in Hamburg sowie pro Mannschaft einen Basketball. Der Masters-Wanderpokal wurde von Herbert Michels an das ungeschlagene Team von Hannover United überreicht. Stolz stemmten sie den Pott in die Höhe (Foto unten). Foto: Heiner-Rust-Stiftung/Volker Minkus Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2018 15

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