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Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2017

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Informationsschrift des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes

MENSCHEN immer noch weit

MENSCHEN immer noch weit verbreitete Ignoranz, wo jede Strukturveränderung mit Mehrkosten in Verbindung gebracht wird. Dabei wird dann vergessen, wie positiv sich Teilhabe, besonders am Arbeitsmarkt, auf öffentliche Kassen auswirken würde. Andere Länder, die z.B. einen höheren Standard an Assistenz haben, gehen wirtschaftlich auch nicht zu Grunde. ” Das Land Nordrhein-Westfalen hat drängendere Probleme als die Olympischen und Paralympischen Spiele. Solange das IOC nicht transparent und korruptionsfrei organisiert ist und solange es nicht konsequent gegen Doping vorgeht, kann ich mir das nicht vorstellen. Kommen wir mal zum Sport: Als Dortmunder fällt mir da gleich der Inklusionsplan 2020 der Stadt ein. In diesem kommen auch Betroffene zu Wort, die sich u.a. über die schlechte Erreichbarkeit der Sportstätten beschweren. Legen sie da den Finger in die richtige Wunde? Markus Kurth: Der öffentliche Nahverkehr ist eines der größten Ärgernisse beim Thema Inklusion. Ganz besonders die Deutsche Bahn AG. Schon mehrfach habe ich Aktionen zur Barrierefreiheit in der Stadt Dortmund versucht anzuschieben, aber es gibt leider noch viel zu viele Haltestellen, die nicht allen zugänglich sind. Wir bewegen uns hier im Schneckentempo. Die Verwaltung der Stadt Dortmund täte gut daran, gerade vor dem Hintergrund der Sportstadt Dortmund, neben der allgemeinen Barrierefreiheit die spezielle Zugänglichkeit zu Sportstätten zu verbessern. Sport schafft einfach diese gemeinsamen Erlebnisse, die in alle Lebensbereiche ausstrahlen. Wie kann man dann wiederum Nicht- Behinderten-Sportvereine zu mehr Inklusion animieren? Markus Kurth: Die Antwort klingt wahrscheinlich abgedroschen, aber es geht dabei vorrangig um die Barrieren in den Köpfen der Menschen. Wenn man vermeintliche Andersartigkeit nicht als Problem, sondern als positive Herausforderung begreift, dann klappt das in den allermeisten Fällen auch. Im Sportverein wie auch im Arbeitsleben. Es braucht aber eben diese Bereitschaft. Begegnungen beim Rollstuhlbasketball oder auch beim Blindenfußball, wie ich sie persönlich erlebt habe, sind ja ohne weiteres machbar und die große Stärke des Sports. Das muss allerdings in den Köpfen verankert sein. Könnten Sie sich dafür eine Inklusionsquote vorstellen, wo Sportvereine einfach einen definierten Anteil an Inklusion, in welcher Form auch immer, vorweisen müssen? Markus Kurth: Mein Ziel ist es, dass alle Sportangebote inklusiv angelegt sind und somit einfach alle teilhaben können. Einer Quote stehe ich da eher skeptisch gegenüber. In einer Rede von 2012 beklagten Sie, dass die Berichterstattung über Sport von Menschen mit Behinderung zu Paralympics-lastig sei und mit der »Lebenswirklichkeit dieser Menschen wenig zu tun hat«. Denken Sie, dass die aktuelle Berichterstattung die Inklusion behindert und vielleicht sogar Menschen mit Behinderung vom Sport abschreckt? Markus Kurth: Was mich so stört, ist diese Überhöhung der Leistungen. So auf die Art: »Ach guck mal, was die alles können«. Da schwingt für mich gerne mal der Unterton mit, dass man das denen gar nicht zugetraut hatte. Diese Leistungen sind zweifelsfrei außergewöhnlich, aber auch nicht mehr als im olympischen Bereich. Etwas mehr Nüchternheit würde ich mir da persönlich wünschen. Wie stehen Sie dann einer möglichen Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2028 des Foto: Privat Markus Kurth Landes Nordrhein-Westfalen gegenüber, welche gerade diskutiert wird? Markus Kurth: Das Land Nordrhein- Westfalen hat drängendere Probleme als die Olympischen und Paralympischen Spiele. Solange das IOC nicht transparent und korruptionsfrei organisiert ist und solange es nicht konsequent gegen Doping vorgeht, kann ich mir das nicht vorstellen. Um abschließend nochmal auf den Pinguin zurückzukommen: Dieser ist ein begnadeter Schwimmer. Bei welcher Sportart sind Sie in Ihrem Element? Markus Kurth: Am ehesten beim Fahrradfahren. Mein Sohn und ich liefern uns da durchaus das eine oder andere Privatrennen. Ich spiele auch hin und wieder Fußball, allerdings nur mäßig talentiert. Früher habe ich leistungsmäßig Rudern, Schwimmen und Volleyball gemacht, aber Vereinssport ist als Berufspolitiker nur schwer zu organisieren. Da in der Auflistung WCMX erwartungsgemäß nicht dabei war, lade ich Sie und Ihren Sohn herzlich zu einem meiner Workshops ein und bedanke mich herzlich für das Gespräch. Markus Kurth: Sehr gerne und der Einladung kommen wir mit Freude nach. Herzlichen Dank für das Gespräch. NOCH MEHR INTERVIEWS Weitere Interviews folgen in den nächsten Ausgaben. Sie inden die Gespräche auch online auf der Internetpräsenz der DRS- Kampagne www.ins-rollen-bringen.de unter dem Punkt ›Blog‹. 14 Sport + Mobilität mit Rollstuhl 01/2017

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